Springtime for Isabel

by Lis

Isabel Marant ist, so kennt man sie, ´ne Bank. Spring-Summer 2013, just gestern in Paris präsentiert: Sie bleibt sich treu, wenig Wirren, wenig Irren. Rock´n´Roll und Hippie-Flair, diesmal das Ganze in Elvis auf Hawaii, dazu eine kurzlebige Reminiszenz an Jane Birkin und Brigitte Bardot, 70ies in St. Trop´. Retro, Glitzer, Glamour, Schickeria, Paisley und ein ordentliches Bouquet großer Blüten auf altbewährten Schnittmustern.

Ich, das Hemd/Blusenkind, votiere meinerseits inbrünstig für die entsprechenden, hier zusammengetragenen Lieblingsmodelle: Flatterblüsgen, Hemdblusenkleider, here we go. I like, thumbs up und dergleichen. Schlaghosen, Nietenlederröckchen und Gladiatorenschuhwerk und Konsorten lassen mich derweil recht kalt, zuviel des Guten, too much für den gemeinen Alltagshasen – bis, ja bis auf das Paar flache Riemchenschlappen in Silber auf dem letzten Schuss, die find ich doch zugegebenermaßen ziemlich knorke. Zu einer hochgekrempelten oder abgeschnittenen Jeans wohlgemerkt. Nur: wie sich die Prachtstücke wohl an einem Paar weitaus (und ich meine wirklich: weitaus!) kürzerer Beinchen als den abgebildeten austun? Berechtigte Skepsis macht sich breit. We´ll see.

Ansonsten gilt für dieses aktuelle Maine-Line-Werk wie für alle mir bekannten zuvor: ich bleibe vor allem hinsichtlich der Sternchenlinie Étoile erwartungsfroh, im Kerne hibbelig. Viel eher mein Cup of Tea, die so geliebte, etwas günstigere Zweitkollektion der Grande Dame der Pariser Lässigkeit. Unaufgeregter, weniger Gefunkel, passt.

Die bewegte Show gibt´s hier einzusehen. Vergnügt Euch wohl, ihr Lieben.

pics via vogue.fr