Shusta

by Lis

Hochwertige, mit viel Hingabe zum Detail sowie aller nötigen Leidenschaft für das Handwerk ausgesuchte Schuhe, Taschen und seit jüngster Zeit auch Herrenbekleidung – dies alles findet das qualitätsliebende Volk im Shusta mitten in Mitte am Rosenthaler Platz, genauer in der Rosenthaler Straße 72. Auf zwei Ebenen verteilt präsentiert das Shusta-Team, allen voran die Betreiber Fidel Tesfai und Tedros Tewelde, eher unbekannte Labels aus ganz Europa, die man in anderen Boutiquen Berlins zumeist vergeblich sucht. Egal, ob von Billi Bi, Gardenia oder Royal Republiq: vom High-Heel bis zum derben Boot kann hier alles in die Tüte wandern. Materialtechnisch dominieren zwei Komponenten: Leder in all seinen Facetten sowie Canvas.

Die Stockwerke sind dabei fein säuberlich in Weiblein (unten) und Männlein (oben) aufgeteilt. Was den Store ganz nebenbei zu einem wahren Pärchen-Paradies macht. Keiner nölt, alle glücklich, super. Auch das Sortiment passt sich den Geschlechterrollen perfekt an: findet Frau unten in erster Linie eine schier unendlich anmutende Auswahl an Schuhen und Taschen mit Instant-Haben-Wollen-Effekt, so kann sich der dazu passende Mann oben gleich mit seinem ganzen saisonalen Bedarf eindecken. Neben Schuhen und Taschen gibt’s da nämlich noch Shirts, Cardigans, Pullis und Jeans. Und, nicht zu vergessen: Unterwäsche. Alles selbstredend von den Betreiberjungs eigenhändig getestet. Dass das Konzept voll aufgeht, bedarf nicht wirklich der Erwähnung. Männer wollen nicht bummeln, sondern alles an einem Ort – wie praktisch – besorgen. Und dann wieder für ein paar Monate Ruhe haben. À propos Ruhe: die ist dem männlichen Shopper im Obergeschoss des Ladens, das man erst per Seiteneingang, nach Klingeln und Treppenaufstieg erreicht, absolut garantiert. Sehr angenehm.

      

Es bleibt, das zum ästhetischen Angebot passende intérieur kurz vorzustellen. Der Altbau-Charme des denkmalgeschützten Hauses wurde dabei sowohl beibehalten, als auch designtechnisch auf Vordermann gebracht. Die gleich von einem ganzen Team aus Designern, Merchandisern und Tischlern entworfene Einrichtung überzeugt durch angenehm-zurückhaltenden Minimalismus und – vor allem im Obergeschoss – durch erdige bis holzige Farbnuancen. Natürlichkeit wird, passend zu den angebotenen Leder- und Canvaswaren, eben groß geschrieben. Gefällt. Treibende Interior-Kraft war und ist dabei Dana Gyalokay. Herzstück ihres Schaffens ist das zur Umkleide umfunktionierte, ehemalige Bad. Dies seht ihr hier gleich zu Beginn.

         

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