Press Days Part 2

by Lis

Der Press Days zweiter Streich lotste mich gestern, inmitten des Shoppingeldorados um die Münzstraße in die Räumlichkeiten der Fake PR. Meine dort eingesehenen, betasteten, letztlich freudigst bestaunten Favorites lassen sich, surprise surprise, unter zwei Himmelsrichtungen fassen: einerseits rief der hohe Norden, Skandinavien, Finnland, allzu verlockend – andererseits ließen die Inseln ihr zartes Hi there vernehmen. Die Briten, mal wieder.

Den Beginn macht im weitesten Sinne das Haus By Malene Birgers. So entstammt RPL Maison, deren unglaublich toll, dabei natürlich und niemals aufdringlich duftenden Home-Fragrances (hier die Candles) ich hier mal, wie soll ich sagen, anzuschnuppern bekam, dem Kreativkopf Rupert Peter Landendingers (RPL, ihr versteht schon), seines Zeichens Co-Founder des Luxuslabels, genau: By Malene Birger. Diese wiederum besinnt sich, pünktlich zu ihrem zehnjährigen Jubiläum im kommenden Frühjahr auf ihre Klassiker. Neu auferlegt, klar. Animalprints, das bisschen Blingbling, die so typische Farbrange in Weiß-Beige-Nude-Rosé-Holz-Cognac-Schwarz, zuweilen gespickt, gebrochen mit Effekten in Knallepink. Ich derweilen bin Fan: der oversize Kuscheljacke in Zebra und ihren Kompagnons, den Zebra-Pumps in 80ies/90ies Manier. Beides zusammen: never, einzeln und für sich, mit ´ner schlichten, hochgekrempelten Penciljeans: immer doch, gerne, hot shit, so to say.

Skandinavisch zurückgenommener die Kollektion Filippa Ks, wie man sie kennt und liebt, die Basic-Queen. Hervorstechend: ein besonders schöner Korallton. Eben jener, ich gehe in mich, wage ein Träumchen: sähe bombe zu einem Beinkleid in abgerocktem Denim aus. Booties dazu, feddich le look. Ach, ich und die Jeans, ewig während, die Freundschaft. Man kennt´s. Alles auf Denim! 

Yay, nun, aufgepasst ihr Lieben, drum roll: mon Liebling of the day. Absolut, klarer Fall. Man stelle mir ein paar Tässchen mit Birnendruck hin, unterzeichne das Ganze mit Marimekko, und ich bin durch. Hin und weg. Will ich unbedingt haben, kann es kaum erwarten. Kindheit, 70ies, alles winkt mir fröhlichst zu.

Die Tour de l´Europe zieht sich fort, gen Westen, UK. Und beginnt durchweg farbenfroh: dem blumigen Jumpsuit, bzw. (ich nenne die Dinge nur zu gerne beim Namen) Strampler, von Fred Perry. Love it.

Weniger streety, damit exklusiver wird´s bei Joseph, einem Brand, das ich vergangenes Frühjahr (oh my, lang lang scheint´s her, die Zeit, ach, ich mag nicht klagen) erstmals im Zuge meiner Strolls durch Londons Notting Hill entdeckte. Classy Chic, klare Farblinien, wahnsinnig schöne Prints. Auf Seide, Cotton.

Nun, man nähert sich dem Ende. Und setzt noch einen druff: Victoria Beckham, der so poshen (sorry … was muss, das muss) wie emsigen wie talentierten Lady. Es dominieren, wie bei ihr so üblich, klare Schnitte, exakte Linienführung, schlichte, und doch effektive Farben. Schwarz, Blau, Weiß, Beige (oder doch eher: Greige?!), Rotorange, Koralle. Leinen, dann und wann. Hier ein lässiges Chambrayhemd, da avantgardistisch bis verspielt anmutende Lasercuts: neue Attribute. Die berühmten Jeans mit perfekter Passform, allenthalten. Die Rige an klassisch-hochwertigen Bags, erweitert um ein paar Clutch-Schwestern.

Ihr Lieben, ich hoffe, sie war Euch ein Plaisir, auch diese zweite Visite Guidée. Baldigst mehr davon.