I´m a cowboy

by Lis

Wanted dead or alive. Das steel horse, frei übersetzt: Drahtesel, habe ich dann mal zuhause gelassen. Per pedes heißt die Devise, ein Indianer kennt kein´ Schmerz. Howdy.

Moment: Bon Jovi? Mein Ernst? Nee. Nope. Absolut nicht. Und doch, ich kann´s kaum leugnen, die Zeile dieses qualitativ doch mehr als dubiosen Machwerks – Stichwort: Trash, Kitsch und dergleichen mehr – der so glorreichen Rockmusikgeschichte (der Name, Kinners, der Name: Rockmusik!) der Achtziger flutschte mir auf irgendwelchen Kanälen ins ermattete, kränkelnde Hirn. Ob die frühere, von einer ungleich cooleren, bewanderteren Freundin eigens bespielte Kassette, Compact Cassette, Mensch Du, ewig ist´s her, Schuld an der sich hier darbietenden Misere ist? Vollzug der Aufarbeitung, man ahnt, was zu ahnen ist. Und schweigt fortan, denkt sich seins.

Ich spiele derweil, wie man weiß, Relikt des Kinderfasching, immer mal wieder gerne ein kleines bisschen Cowboy (man erspare euch, mir das -girl), grabe fleissig die liebsten Winterklamotten aus und führe ebendiese, nicht minder beflissen, aus. Durchlüften, draußen. In diesem speziellen Falle das gute Holzfällerflanell (Isabel Marant), das wärmende Fell (iheart), die – was muss das muss – Bluejeans (Acne) und die passenden Boots, a.k.a Pistolen (Acne). Accessoires, die sogenannten, dürfen, ja müssen sein, man blinzelt gekonnt in die Sonne, gibt sich derweil nicht uneitel. Güldene Armspange und -reifen (Médecine Douce, vonhey) sowie abgerockte Vintagebag (Isabel Marant).

Genug der Kindheitserinnerungen, auf in´ Schatten, in den sogenannten Ernst des sogenannten Lebens. My so-called life. Alles halb so wild, des passt scho. Eine weiterhin wunderhübsche Arbeitswoche Euch Lieben! Immer schön Sporen geben.

Wovon redet die Frau? Nun, für die ganz hart Gesottenen: hier lang. Live. Auf dass man das ewig währende Eingangssolo überleben möge.