urban notes

Mode & Lifestyle à la Berlinoise

Wolfen Germany Onlineshop

Hoch die Tassen, Freude, Freude. Eines meiner liebsten (und ja, ich bin da so gar nicht unvoreingenommen, von objektiv kann keine Rede sein, ich mag, was ich mag, wie kann ich darüber hinaus) Modelabels überhaupt, Wolfen Germany, ist ab jetzt nicht mehr nur Berlinern wie Berlin-Besuchern vorbehalten, sondern hat just den Startschuss zum hauseigenen Onlineshop abgegeben. Jenseits der Auguststraße steht ab jetzt Deutschland, Europa, ja – um das bisschen Pathos darf ich angesichts des Anlasses doch wohl bitten – die Welt offen. Was es hat: Ausgewählt Gestricktes, Jacketts sowie eigens handgefertigte Perlenaccessoires. Ab 150 Euro deutschlandweit versandkostenfrei. Fröhliches Stöbern und Shoppen, ihr Lieben da draussen.

Die wunderbaren Bilder mit der schönen H. in Lochpullover in Himbeere, Flechtstrickjacke in Ochsenblut, Jackett in Nadelstreifen-Anthrazit, Perlstrickjacke in Nachtblau (von oben nach unten, dazwischen, ist klar, die Ketten) verdanken wir Jacqueline Huste selbst, der Frau hinter, aus Wolfen. Via.

Seen

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Kurzurlaub, Landsonne. Die Bank zum Glücklichsein, knappe Stunde leicht südöstlich stadtauswärts, Luftwechsel im brandenburgischen Nirgendwo, damals wie heut, Sommer wie Herbst. See, Wald, Weite. Alt-Madlitz. Zwischendrin schier ewig erstrampelte Fahrradtour zum Scharmützelsee. Reversstrickjacke im so schönen Dieselblau (Wolfen), Jeans (Acne), Schnürboots (Golden Goose). Parker (APC), Marinière (Orcival), Canvastasche (APC).

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Orcival

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Vive la Marinière juchzt Jäger wie Sammlerin. Mein Kleiderschrank beherbergt mittlerweile ein kleines, feines Häufchen an traditionellen Orcival-Modellen in schwerer Baumwollqualität, dazu einem schönen Unisex-Schnitt. Jedes Exemplar erfreut sich unterschiedlicher Couleur, gleichwohl die klassische Trias in Blau – (Natur)Weiß – Rot in meinem (Einzel?)Falle brav eingehalten werden will. Fancy, gar freaky hat hier wenig bis keinerlei Platz. Nur die Fliege, die muss als Emblem der Traditionsmarke sein. Ohne Flattervieh, kein orijinal bretonisches Oberteil. Oder so ähnlich. Passt zu Jeans und Slippern von Frühling bis Spätsommer, zu Jeans und Boots im herannahenden Herbst/Winter. Obligatorisch nur die hochgekrempelten Ärmel. Mehr brauch´s kaum. Nur das Beret, das würde ich mir in der Kombi dann doch verkneifen wollen.

Soyons sérieux. Die Marinière als solche wurde einst Mitte des 19. Jahrhunderts in französischen Landen erdacht, um über Bord gerutschte Matrosen im Meeresgetöse besser erkennen, ergo finden und wieder aus ihrer misslichen Lage befreien zu können. Orcival wiederum nahm sich der Serienproduktion an und beglückt seit Gründung des Labels 1939 bretonische Fischermänner sowie den Rest der Bevölkerung. Seit Jahrzehnten ist die Marke denn auch offizieller Ausstatter der französischen Marine. Mythos trifft Historie – und hat bis heute weder zu See noch auf dem Festland nichts an Aktualität eingebüßt.

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Fröhlich Streifenshoppen könnt ihr derzeit über den alles in allem ziemlich überzeugenden, dazu in der Bundesrepublik ansässigen Onlineshop Selekteur. Der Name ist Programm, die Auswahl perfekt, neben den Orcivals sind – surprise, surprise – Bensimon und Rivieras, La Botte Guardiane, Caran d´Ache und Konsorten vertreten. Alleine der mutmaßlich von einem findigen PR-Team heraus posaunte Slogan mutet etwas, nun ja, gewollt an. Life is awesome. Don´t buy crap? Yeah, well.

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Nota bene: Mein allererstes Orcival gabelte ich vor Monaten bei Schwarzhogerzeil II auf. Auf dass sie die begonnene Richtlinie fortführen. Kleiner Appell darf sein. Merci, ihr Lieben. Offline ist es doch am Schönsten.

Dieser Tage

Müßiggang, ich übe mich im Flanieren, immer noch. Übung macht den Meister, Genuss des Nichtstuns will gelernt sein. Dr. Nix. Entdeckungstour, bekannte, unbekannte Pfade. Die schönsten, bequemsten, eingeformtesten Römerschlappen aus dem Hause K. Jacques tragen mich entlang der Wege, immer wieder, immer weiter, wieder zurück, und von vorn. Alles was mit muss, mit soll, mit kann in der Canvas-Tasche, dem guten alten Sommerschlussverkauf, wie so häufig, gelobt an dieser Stelle der ausdrückliche Dank (A.P.C.).

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Gemäßigtes Bummeln entlang der Mulackstraße, Schaufenster locken, dann und wann, links, rechts. Im Fokus: Riesenhemd, wie vom Mann, schon klar, der Kniff ist verstanden, von Laurence Doligé, hängend wartend bei Schwarzhogerzeil II. Auf mich? Mal seh´n, mal seh´n. Gut´ Ding´, es will Weile haben. Ich bin da was am Lernen dran (s.o., Müßiggang, Eile mit Weile etc.).

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Kurzes Staunen, mittendrin. Es gibt sie wirklich. Hier, in Berlin, in den immer wieder besuchenswerten Verkaufsräumlichkeiten des Gestalten Verlags, Sophie-Gips-Höfe. Sagenumwobene Schoki, hübscheste Papierkleider, kein Zweifel. Brooklyn, exakt Williamsburg schreit die Provinienz, aus den Händen der für dergleichen urbane Gegenden doch gar passend bärtigen Mast Brothers. Back to the roots, hier wortwörtlich, bitte. Das Kleingedruckte: Neun bis zwölf Euros je 70 Gramm starker Tafel. Meinereins quietschte dann doch leicht irritiert und ließ die bereits getroffene Auswahl (von jeder einer, ist klar sagt der Gierschlund) letztlich wieder, fast bar jeder Wehmut, am ursprünglichen Orte zurück. This chocolate better be like: really good, folks!

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Das Quantum Moneten weitaus gewinnbringender, ja, ich wage mich an eines meiner persönlichen Unwörter der vergangenen Jahre heran: nachhaltiger investiert in ein allerliebstes Vintageensemble. Stillleben mit Schale und Vase. Dänemark, der einstige Ursprung, aufgestöbert bei Ting.

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Thisispaper

Ein ziemlich perfektes Magazin, einen ziemlich perfekten Onlineshop mit einem mindestens genauso ziemlich perfekten Rucksack liefert, in eins mit der Garantie für ziemlich perfekte Schmöker- wie (urbane) Wanderstunden, das in Warschau ansässige Team um Thisispaper. Einmal hier lang, einmal da rein. Schön ist´s bei dem, der Schönes tut.

Lookbookbilder von Jerzy Fudali für Thisispaper

Gelborange

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Sommerfarbenlehre, zweiter Teil: zitrus, agrumes, citrus. Bislang kaum auf dem Schirme. Passt nicht, steht mir nicht, ergo: mag ich nicht. Soweit das ewig Genörgel, bis es verstummte, die besagte Farbenfront in Vergessenheit geriet, Ruhe im Karton. Bis ziemlich genau Juni diesen Jahres. Auf einmal, surprise, surprise: es erhielten, im Kerne verzagt, erste gelbe Rosen Einzug in die heimische Höhle. Dann: ein Rock. Ein Hemd. Mit diesen Sale-Pfründen spätestens: Dämme gebrochen, alles auf Gelborange. Gold. Senf. Wie sie auch alle heissen.

Männergroßgeratenes Seidenhemd (Equipment via 14oz Supersale), Bouquet von Blumen, sich zum Ende neigender Balm (Aesop via MDC cosmetic, deswegen der Nachschub anderer, nicht minder sommerlich hübscher Couleur), Rock (A.P.C.), (Eis)Tee (Løv Organic).

Grün

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Sommerfarbenlehre, erster Teil: Greng, grün, vert, green. Von allem etwas, Leib und Seele wabern gleichermaßen im Grünglück. Der altbewährte, der Weinbergspark ums Eck, ein Traum in Seidenhemd (Settecinquanta 750 via Soeur), Erbsenminzsüppchen mit Kressemütz (Sowohl als Auch), geranienduftender Balmnachschub (Aesop via MDC cosmetic), butterweiche Lederespadrilles in Crème auf Gras (Common Projects via Schwarzhogerzeil). Gar wohl ist´s bekommen. Option auf übersaisonale Dauer streng einkalkuliert.

Zarte Pfade …

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… gen Freiheit. Pathos winkt. Vorerst. Arbeitsame Sommerpause, hallo Oxymoron, wandelt sich langsam bis mühsam in Müßiggang. Abschied vom langgehätschelten, wortreichen Projekt trifft, nah´ doch fern, Umstellung auf´s Neue. Dazu, das bisschen Freud darf sein, auf Belohnung für die Mühen. Für mich an mich. Immer wieder des Abends Rosengarten, ausgelagerter Balkon, das Glas kühlender Wein, unter Puscheln. Schönste, von nicht mehr ganz so flinken betagten Damen in aller gebotenen Ruhe handgestrickte Lieblingslammwolljacke, aus Wolfen, für Wolfen. Filigrane Aufstockung der Schmuckschatulle mit Roséring um Quadrat, Felicious exklusiv über Wolfen. Happy times, I guess.

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Stillleben, Sonnenfarbe

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Wohnliches Stilleben in Holz, Weiss, Grün, Gelb. Schöne Sonne, schöne Tage.

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Perle

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Mich gar bezauberndes buntes Perlenallerlei, in feinster Weise mit feinen Goldstäben durchbrochen aus dem Hause Sabrina Dehoff. Weißes (Leinen)Shirt, Jeans, naturbelassene K. Jacques untendrunter. Et on y go, fertig ist die Sommerkiste.